Optiktest WS140 des Herrn Rohr
Praxistest von Wolfgang Dzieran
Testbericht Herr Bruell / Wien
Bericht
Optischer Test
Astrofotos mit dem WS 250 f/11
Einführung
Montierung/Sucher
Leistung
Vergrößerung/Temperierung
Lagerung und Spiegelreinigung
Astrofotografie

Adaption an Montierungen

Das WolterScope 150 (180/200) sollte sich an nahezu allen Montierungen mit einer entsprechenden Adapterschiene befestigen lassen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die verwendete Montierung eine genügende Tragfähigkeit von mehr als 10 kg (20 kg) aufweist und es sich von der Bauart her um eine deutsche Montierung handelt. Wir geben ihnen Empfehlungen für geeignete Montierungen und Stative, Bei Bedarf können Sie diese direkt von uns beziehen oder auch im Fachhandel erwerben.

Bedenken Sie auch, dass die Langzeitfotografie besonders hohe Stabilitätsansprüche an Montierung und Stativ stellt. Für die Aufstellung können Alu-, Holzstative oder Säulen verwendet werden. Die Stativhöhe sollte dabei mehr als 120 cm betragen, da die Beobachtungshöhe der eines Refraktors entspricht.

Für den Einbau des Geräts in eine Gabelmontierung müsste auf der Oberseite (Deckelfläche) noch eine geeignete Adapterplatte befestigt werden, die sich direkt gegenüber der unteren Montageplatte befinden sollte.

Auf der Unterseite des Geräts befindet sich eine Adapterplatte aus Aluminium, die mit dem Geräterahmen verschraubt ist. In der Platte befinden sich bereits einige Gewindelöcher um eine Adapterschiene für ihren Montierungstyp anschrauben zu können. Verwenden Sie bitte nur ganz kurze Schrauben, da die Innnengewindelänge nur 5 mm beträgt. Eine Montageschiene passend zu ihrer Montierung kann im Fachhandel beschafft werden.

Falls Sie für die Montage auf einer Montierung andere Gewindebohrungen benötigen, so lassen sich diese bei entsprechender Ausrüstung (Bohrmaschine, Gewindeschneider) selbst oder von einem Mechaniker herstellen. Für diesen Zweck wird die Aluplatte außen vom Gehäuse abgeschraubt. In der Aluplatte befinden sich 4 Schrauben, die sich mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher herausdrehen lassen. Die Schrauben greifen in ein entsprechendes Innengewinde, das sich in dem inneren Geräte-Profilrahmen befindet (siehe auch Abbildung im folgenden Kapitel). Vermeiden Sie eine Beschädigung des Innengewindes durch die Verwendung falscher oder defekter Schrauben.



Sattelmontierung

Der Multi-Schiefspiegler lässt sich neben der üblichen Montage an der Deklinationsachse auch in der Sattellage auf einer Montierung befestigen, sofern es sich dabei um den deutschen Montierungstyp handelt. Dies ist in der obigen Abbildung realisiert. Dabei wird eine U-förmige Trägerplatte (aus Alu) direkt über und an der Deklinationsachse befestigt. Das Teleskop wird dann auf die Trägerplatte geschraubt und befindet sich damit nahezu über dem Montierungsschwerpunkt. Dabei kann auf ein Gegengewicht verzichtet werden und es könne auch noch kleinere Montierungen verwendet werden, die ursprünglich nicht für solche Lasten ausgelegt sind.

Ein Nachteil der Sattelmontierung ist allerdings, dass nicht alle Himmelsregionen erreicht werden können. Eine größere kreisförmige Region in der Umgebung des Himmelspols lässt sich nicht beobachten. Die Deklinationsachse sollte auch eine gut einstellbare Feststellklemme besitzen, sonst besteht die Gefahr das der rückwärtige Geräteteil bei sehr steiler Ausrichtung des Teleskops aufgrund der veränderlichen Schwerpunktlage nach unten umklappt. Daher sollte immer eine gewisse Vorklemmung an der Deklinationsachse eingestellt werden. Eine solche Trägerplatte können Sie sich für ihre Montierung in einer mechanischer Werkstatt individuell anfertigen lassen. Dabei ist zu klären in welcher Weise und Position eine Verschraubung mit der Achse ihrer Montierung erfolgen kann. Die Höhe des Sattels muss so dimensioniert werden, so dass das montierte Teleskop bei allen Bewegungen nirgends an die Montierung anstoßen kann.

Montage eines Telrad oder Sucherfernrohrs

Im Lieferumfang des Teleskops ist ein 8 x 50 Sucherfernrohr enthalten. Optional ist auch ein Telradfinder erhältlich. Aufgrund des geneigten Strahlengangs sind die Gehäusekanten des Geräts nicht parallel zur Richtung des eingestellten Objekts orientiert. Die Objekte lassen sich daher nur schwer direkt anpeilen (wie es bei einem Refraktor leicht möglich ist). Daher sollte zur Objektsuche immer ein Sucher verwendet werden. Der Telrad oder ein Sucherfernrohr sind vom Hersteller bereits vorjustiert worden, dennoch kann eine Nachjustierung oder eine weitere Präzisierung erforderlich sein. Die Montage und Justierung wird im folgenden beschrieben.

Auf der Deckelfläche des Teleskops ist eine Plastikschiene montiert. Dort lässt sich direkt ein Telradfinder aufsetzen. Dieser sollte entsprechend der mitgelieferten Bedienungsanleitung justiert werden. Der Telrad eignet sich besonders zum Anpeilen recht heller Objekte, die direkt in das Zentrum eines an den Himmel projizierten Fadenkreuzes gebracht werden. Die drei Justierschrauben des Telrad werden dabei so eingestellt, dass sich ein helles Objekt (Stern oder Planet) im Zentrum des ringförmigen, beleuchteten Fadenkreuzes befindet und gleichzeitig mit einem schwach vergrößernden Okular (20 - 30 mm Brennweite) im zentralen Bildfeld des Teleskops erscheint.
Standardmäßig wird das Teleskop mit einem Sucherfernrohr ausgestattet. Dieser besitzt 50 mm Öffnung und liefert eine 8 fache Vergrößerung. Im Okular befindet sich ein fadenkreuz zum positionieren. angeboten. Der Sucher wird auf einer Montageschiene in der Nähe des Okularauszugs befestigt und ist bei Transporten abnehmbar.

Beachten Sie, dass die Objektivlinse des Suchers mit der Taukappe eingefasst wird. Wenn Sie die Taukappe abschrauben, besteht somit die Gefahr, dass das Objektiv herausfällt.

©WolterScope